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09.08.2012

Erster Kontakt mit Arcus 7


Erstes Resümee

Da sich zur Zeit mehrere Testschirme bei Jenair befinden, habe ich mich entschlossen nach den Flügen meine Eindrücke sofort aufzuschreiben, damit ich die Eigenschaften des Schirms nicht einem andern zuordne.




Erster Tag:
Ich freue mich über die ersten Eindrücke des neuen Arcus 7 von Swing.
Auf Grund des starken Startwindes entscheide ich mich, die kleine Größe zuerst einzufliegen. Alle Tests werde ich zuerst einmal mit meinem bewährten Speedgurtzeug durchführen. Später will ich auch normale Sitzgurte zum fliegen benutzen. Dabei geht es mir nicht um die Leistung gehen, sondern um die veränderte Flugeigenschaften die durch die verschiedenen Gurtzeuge erzeugt werden. Hoffentlich ist mir das Wetter holt!

Ich sehe gemütlich vom Startplatz aus wie zwei Piloten schön aufdrehen. Trotz des starken Windes am Startplatz geht der Bart fast senkrecht nach oben. Eine Wolke ist nicht zu sehn.
Trotzdem, ich muss warten. Bei diesen Bedingungen komme ich mit einem neuen Schirm nicht wirklich gut raus. So habe ich wenigstens die Zeit den ersten Schirm in Ruhe zu Checken und im Anschluss ein paar Aufziehübungen zu machen. Die Bedingungen sind knackig und ich habe oft zu tun um nicht ins Lee getrieben zu werden.

In diesem Bereich zeigt sich die Qualität des Schirmes. Immer wieder brechen Böhenwellen über den Schirm herein. Hier zeigt er sein wahres Start- und Extremverhalten.

Der Schirm zeigt keinerlei Überschießtendenz und bleibt größtenteils ohne mein Eingreifen über mir stehen, auch wenn ich durch mehr Kraft beim Aufziehen bewusst das Überschießen provoziere. Klapper bis 50% werden von ihm einfach ignoriert. Bis 70% sind sie durch die Kobratechnik reparabel. Erst dann wird es extrem anspruchsvoll weil der Schirm wirklich drehen will und man nicht mehr viel Steuerweg hat. Insgesamt muss ich aber bemerken dass es schwer ist ihn abzubrechen. Jetzt wird es für mich zu viel, keine Kontrolle mehr. Es treibt mich radikal ins Lee. Ich beschließe lieber doch ein Schwätzchen mit den anderen zu machen.

Aber endlich ist es soweit. Der Wind lässt nach! Schnell raus! Und wie ich später erfahre genau richtig, denn er legt wieder zu.
am Anfang etwas zäh, fliege ich trotzdem sofort über den Wald hinweg Richtung Werk. Und nach ein bisschen warten hilft mir ein Greifvogel hinein in den Bart und hinauf. Mit einer doppelten Rolle verabschiedet er sich in 250 m. Ab jetzt muss ich selber daraus was machen. Den Bart treibt es zu den Seegelfliegern über die Winde.

Ich kann aber weiter Höhe aufbauen bis ein Flugzeug startklar ist.
Ein letzter Kreis und ich überlasse ihnen mit einem dankenden Spruch diesen Bereich und versuche es gegen den Wind Richtung Werk.
Der liebe Gott oder wer auch immer das Wetter macht meint es gut mit mir und stellt mir einen Bart in den Weg den ich einfach nicht auslassen kann. Der ist zwar stark zerrissen, mit harten Abrisskanten und zusätzlich eingelagerten aber sehr kleinen Aufwindblasen, aber bringt mich stetig aufwärts.

Ich freue mich, denn Alex kommt nach hinten und kann mit einsteigen. Nach anfänglichem Pech wird er bald belohnt und findet einen zweiten Bereich weiter vorn und steigt so gut, dass er mich bald überholt hat. Knapp über 1000 m vereinigen sich beide. Leider wird das Steigen davon nicht beeinflusst. Allmählich wird es geringer und schwerer zu finden. So langsam macht sich der Gedanke breit dass man diese Höhe nicht durch zurückfliegen gegen den Wind vernichten soll. Als ich dann aber den Suchkreis von Alex sehe entspringt meiner Kehle ein leiser Fluch. Ich bekomme langsam den Verdacht, dass ich in der Ebene nichts mehr finden werde. Aber höher will es auch nicht gehen, die 1200 Ground müssen reichen. Also gehe ich das Risiko ein und lass ihn fliegen und versuch dem Schattenweg zu folgen um den bewährten Wald anzufliegen. Aber heute gab es dort nichts außer dass das Sinken sich mal kurz verringerte. Also Arsch in den Wind und hoffen das ich einen Rückhohler bekomme.

Das Starke Sinken hörte erst bei zirka 150 m Ground auf, so dass ich mich dann doch entschloss die 25 Punkte (Bundesliega) zu erfliegen und lies mich dann einfach die letzten 3km treiben. Kurz vor Ende fast am Boden an dem kleine Ort begehrte das Vario noch einmal kurz auf. Aber ich konnte es nicht mehr umsetzen. Ich war wahrscheinlich schon im Landeanflug. Auf der Erde angekommen versuchte ich aus diesem „niemals Land“ einen Rückhohler zu bekommen. Vielen Dank an Falko. Auf Euch ist immer Verlass.
Als ich wieder zurück war hatte der Wind nachgelassen. So entschloss ich mich, mir den Großen Bruder noch anzuschauen und ihn einzufliegen. Nichts besonderes eine halbe Stunde soaren und ein bisschen Groundhandling bei weniger Wind an der Kante.

Schön war zu sehen, dass sich endlich ein Schirm der unteren Einstufungen in den Höhen zwischen 30° und 60° beim Aufziehen auch dirigieren lässt ohne dass man ihn zwischendurch ablegen muss.
Als ich dann in Ruhe beide Schirme einpackte fand ich das es schon sehr früh dunkel wurde!

Erste Auffälligkeiten

Größe 26
  • Enge Kreise möglich ohne dass der Schirm aufbaut und das bei viel Wind am Hang
  • Totalentlaster einfach mal gemütlich aussitzen
  • Zeigt klar wo sich der Aufwind befindet
Größe 30
  • Im ersten Augenblick machte er einen guten Eindruck im Schwachwind Soaring
  • Sportlichkeit ist ihm einfach nicht anzugewöhnen
  • Besticht durch enge 180° kurven ohne Dynamik aufzubauen
  • kommt auch bei wenig Wind nicht weit vom Hang weg.Trotz geringen Eigengewichtes hatte ich etwas mehr Speed als ein Blue gut belastet und bei Trimmgeschwindigkeit. Was im Parallelflug optisch einfach sichtbar wurde.
Muss aber noch mal kontrolliert werden


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